Archive for the ‘trash’ Category

Gebrochen/Gnade- Fingerzeig

7. April 2018

Ideen fallen nicht von den Bäumen.
Dieser Pathos. Ehrlich, aber unanständig. Eklig.

Der Tag zerrieselt. Wachsein, aber permanente Dämmerung. Musik als Weckruf – Töne wie Eis: klar, kalt, im Inneren zieht es sich dabei warm zusammen. Man denkt noch – und schon beginnen Träume. Der Tag ist so verwirbelt, Wachen und Träumen verkehren sich. Wach träume ich und im Traum gelange ich zur Wachheit…
Solches sind die Tage, die sich ohne Gefühl erheben.
Das Lachen ist Kläffen,
das Sehnen nur ein Hunger,
der Durst des eigenen Verstandes…
Es pflanzt sich fort,
das denkende Unkraut ohne Bewusstsein.
Die Fingernägel sind fettig und es ekelt,
zu greifen.

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Exkurs in die Verwesung

12. März 2018

Schon als Jugendlicher bekam er seine Pickel aus dem Gesicht geboxt. Zwischen Eiter, Blut und Tränen, blieb nie viel Zeit übrig, um ein Selbstvertrauen aufzubauen. Sein Kopf glich einer Abrissbirne, seine Emotionen liefen im Takt der Pendelbewegungen des Lebens, und er rannte in regelmässigen Abständen gegen die Wand. Doch nur sein Charakter zerbrach. Er war Staub, aber redet sich ständig ein, er sei Wind. (more…)

Donnerstagsgeflüster: Salzsex

22. Februar 2018

Du döfsch nume flüge, wennd Schwiizerdütsch chasch!

Haben wir da nicht schon mal drüber geredet?
Nö.
Doch, wir haben das ausdiskutiert und du hast mir Recht gegeben.
Garantiert nicht! Das musst du geträumt haben.
Das habe ich vielleicht wirklich so geträumt… Doch, so war es. Im Traum hast du mir recht gegeben.
Wieso? Mit welchem Argument?
Weiss nicht, aber es hat dich überzeugt. Es war so stark, dass ich mich nicht mehr daran erinnere.

Unter mir lebt einer, der hat dauernd Sex, dauernd Lärm, dauernd Krach.
Bist du dir sicher, dass er nicht nur kocht?
„Salz, ja! Salz, ja, ja! Saaaaalz! Jaaaaaaaa!“

Ich kenne Leute, die sind am Morgen wie bekifft, weil sie noch keine geraucht haben.

Altklug halt – so für 20-25 Jährige.
Ach, so wie Tocotronic?
Ja, ich kenne eine, die hat sich „Reine Vernunft darf niemals siegen“ tätowieren lassen.
Boah…
Wenn ich mal n KZ aufmach, tätowier ich das Jedem auf den Rücken…

Die Neutralität der Kunst verteidigen, um sie politisch zu verwenden… oder die Neutralität der Kunst aufheben, um sie politisch werden zu lassen.

Wir brauchen einen breitschultrigen Tiroler Bergbauer, der uns schützt: „Lass den Jud in Ruh!“

Über Kunst:
Entweder leidest du, oder du machst es richtig.

Zitat eines Schauspielers:
Man hat gesagt, dass ich die Dinge immer schön sagen kann. Aber ich will jetzt auch mal das sagen, was mir wichtig ist.

Seit ich mit Behinderten arbeite, kann ich viel besser furzen.

Porno Magritte: Ceci n’est pas une pussy.

Ich bin ja ein offener Mensch und so… aber: Die Welt ändert sich einfach nicht mehr…

Donnerstagsgeflüster: Sell Sell Sellerie

15. Februar 2018

Den Leuten die Harfe strubbeln.
Thaicurry? Ich hab Teig-Curry verstanden…
Was heisst das? Sellerie?
Nein, serielle.

Donnerstagsgeflüster: Brot anrülpsen

8. Februar 2018

Ich bin im nüchternen Zustand schlimmer, als wenn ich bekifft bin.
Ich suche die Tomate in der Sosse.
Im linken Ohr Thurgau, im rechten Patti Smith.
Schreiben als Jugendliche? Bei mir ging es immer um sizilianische Orangenkuchen.
Sie rülpste das Brot an.
An der Kasse?
wo denn sonst?
Dieser Herr kommt mir verdächtig vor. Was kauft er?
In der Zuckerabteilung.
Migros Werbung für Katzenfutter: „Grab them by the pussy!“

Kennst du das nicht, diese Verlegenheit, wenn du was komisches einkaufst?
So wie Tampons oder wie?
Immer wenn ich was kaufe, fühle ich mich verlegen. Weil ich den Kapitalismus stütze, weil ich kein Geld habe und nachher noch weniger Geld habe.

Das Proletariat ist weiss, männlich und arbeitet in der Fabrik? Sorry, bist du Stalinist, oder wie?

Felix Austria

7. Januar 2018

Donnerstagsgeflüster: Rauch und Napalm

29. Dezember 2017

Jacques Brel, das ist immer so eine lauernde Sehnsucht…

– Ich glaube mit diesem Tabak kommt das Rauchen teurer.
– Wieso?
– Weil ich mehr rauche.
– Das ist eine Rechnung.

„Wenn in unserer Zeit etwas helfen soll, so ist es Gewalt. […] Man wirft den jungen Leuten den Gebrauch der Gewalt vor. Sind wir denn aber nicht in einem ewigen Gewaltzustand?“ (Büchner, Briefe an die Familie, um den 6. April 1833)

Es geht um den Punkt, an dem Sisyphos merkt, dass man ihm einen Stein auf die Schultern gelegt hat.

„Zur Gewalt seine Zuflucht zu nehmen Scheint böse. Aber da, was ständig geübt wird, Gewalt ist Ist es nichts Besonderes.“ (Brecht, Der Kommunismus ist das Mittlere)

– Wald, wieso gehen wir immmer in den Wald?
– Weil es ein Gewaltfilm ist…

– Wie wärs mit einer Themenparty?
– Was für ein Thema?
– Neues Jahr?
– Nee, nicht im ernst.
– Tropenstorm?
– Was zieht man da an?
– Äh…
– Napalm über Vietnam…

Wir saufen uns wieder jung!
Sauft ihr euch jung, ich sauf mich glücklich.

Kunst in a nutshell: people were either bored or horny (or both)

[Montagsgedanken] Glosse: Warum ich Roger Federer hasse

11. Dezember 2017

„Ich wünschte, ich würde mich für Tennis interessieren“ – Tocotronic

Ich kann mit Tennis überhaupt nichts anfangen. In mir lauert dieses Vorurteil, es handle sich dabei um einen Bonzensport. Englische stiff-upper-lip Typen, Jingos, die sich im Club sportlich betätigen, nachdem sie ihre Arbeiter entlassen haben. Manager-Yuppies, die geschniegelt weiss verkleidet Jugendlichkeit und Unschuld demonstrieren möchten. Perlweisse Zähne. Schwiegersöhne, Kinder besserer Eltern, die auf dem Tennisplatz posieren, während am Rand ein Butler mit einem Silbertablett steht, auf dem eisgekühlte Limonade aus Kristallkaraffen eingeschenkt wird.

Obwohl ich mich null für Tennis interessiere, will ich hier etwas loswerden: Warum ich einen tiefen, aufrecht empfundenen Hass gegenüber Roger Federer empfinde, obwohl ich noch nie ein Tennisspiel gesehen habe.
Ja, für einmal gehen die Montagsgedanken ins glossenhafte.

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Donnerstagsgeflüster

23. November 2017

Unkommentierter Brunz. Messages, die an hohle Wände klopfen, das Geräusch von trockenem Aluminium und der Gestank von beissendem Rauch. Das alles ist für Niemanden gedacht, für Niemanden formuliert, nur Bruchstücke eines Abends, an dem man seine eigene Instanz ist und man Niemandem Rechenschaft schuldet.

To be continued… every feckin‘ thursday from 6 pm at Garage Konverter…

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– Jour Fixe, des ist doch bloss e politische Entschuldigung zum Saufen.
– Immerhin ist es eine politische Entschuldigung, um zu saufen.
– Ich brauch keine Entschuldigung zum Saufen.

– Sag mal was ist das für ne Musik, das klingt…
– Nightwish.
– Klingt wie was, zu dem Engel masturbieren.

– Am Ende landet man immer bei Brüsten.

– Wie, krank? Hat sie den Vibrator zu lange drinnen gelassen?
– Boaaah!
– Pfui!

– Sie raucht Pfeife, er hat seinen Frieden.

– Wie lange bist du noch Zürcher?
– Wie, wird er aus der Stadt gejagt?
– Nein, er zieht um.
– Noch zwei Monate.

– Tanzend und singend in diesen kalten Nächten…
– wollen wir keine Spatzen.

– Meine Eltern haben früher immer die alten Teebeutel getrocknet und den Missionaren in Afrika geschickt.
– Im Ernst?
– Ich weiss nicht, aber die Geschichte ist gut.
– Stell dir vor, getrocknete alte Teebeutel, Pakete voll damit.
– Der Gesichtsausdruck von Father Jeremias, wie er es öffnet.
– „Hallelujah! Der Tee ist da!“
– Priester haben es halt mit getrockneten, keksgrossen Sachen…

Remember, remember, the Revolutionsständer

5. Oktober 2017