Archive for the ‘Sonstiges’ Category

Anarchy at the Great St Bernard Pass

7. November 2018

What is cooler than this cat?

An anarchist-syndicalist Saint Bernard of course!

 

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Berichterstattung an das Institut für Dilettantismus beim Zentralkomitee Zürich der Dilettantistischen Internationale

3. November 2018

Grand président ! Camarade.s !

(Merde, faut que je change de langue, c’est suisse.s allémanique.s non distingué.e.s ne savent pas parler le français)

Väterchen Al Brecht! Hohe Damen und Herren des Zentralkomitees Zürich der Dilettantistischen Internationale! Genossinnen! Genossen!

Sie erweisen mir die Ehre, mich aufzufordern, dem Zentralkomitee einen Bericht über meine Reise nach Lausanne einzureichen.

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d.

24. Oktober 2018

diletanz

teurer wandel

13. Oktober 2018

optimist

Besuch am Innsbruck Natur Film Festival: Am Mittwoch wird u.a. gezeigt ein Kurzfilm über den Kampf um die Arktis und dann ein Kurzfilm welcher veranschaulicht, dass wir schon seit langem Bescheid wissen über den Klimawandel. (50 Jahre im Film, eigentlich 100 Jahre sagt der Professor anschliessend) Dreist meine Idee mit dem Vergleich zum Tabakrauchen geklaut, die ich mal in einem Comic verarbeitet hatte. Obwohl evtl. auch dieselbe Idee gehabt. Soll es ja geben. Die Dokufilme am Festival sind allgemein halt typische Dokfilme und darum ich leider nicht so grosser Fan vom Festival geworden, hätte mir da mehr neue Zugänge gewünscht in Form und Inhalt.

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Die neuen alten Lügen

30. September 2018

Über den Begriff des postfaktischen bzw. der postfaktischen Politik ist einiges schon geschrieben worden. Der Begriff ist irritierend, er suggeriert einen Bruch in den westlichen Demokratien, als wäre etwas völlig Neues in die bis anhin funktionierenden Staaten eingebrochen.
In ihrem Artikel Keine Macht der Lüge1 für die ZEIT vergleicht die ehemalige Piraten-Politikerin Marina Weisband die postfaktische Praxis mit Methoden der UdSSR. Die Wirkung der konstanten Lügenflut sei es, kognitive Dissonanz zu erzeugen, da die neuen Informationen mit dem bisherigen Wissen nicht übereinstimmen. Wirklich neu ist dabei die Dimension des Internets: Jedes Bild ist potentiell gefälscht.2 Die Lügenflut führe zu Resignation und Erschöpfung der eigenen Ressourcen, um dem offensichtlich Falschen widersprechen zu wollen. Solche Praxis sei „erstens […] eine Machtdemonstration: Man präsentiert den Medien neue „Fakten“ und schaut, wer sie brav nacherzählt. Der Rest hat mit Repression […] zu rechnen. Zweitens vertrauen wir unseren Sinnen weniger als zuvor. Wir streiten über Dinge, die eigentlich offensichtlich sind.“ Weisband stellt fest: „Die neuen rechten Regierungen und Parteien zwingen demokratische Gesellschaften derzeit dazu, den Kampf um bereits ausgefochtene Werte noch einmal zu führen.“ Zuletzt benennt sie die Praxis der postfaktischen Politik als totalitäre Methode.
1https://www.zeit.de/2017/05/alternative-fakten-luegen-donald-trump-regierung-methode
2Dazu ist anzumerken: Nicht nur hat sich die Geschwindigkeit, mit der Informationen verbreitet werden, massiv erhöht; auch die Kosten lassen sich durch das Internet minimieren. Zudem zeichnet die spezifische Konstitution des „Postfaktischen“ sich durch personifizierte Werbung bzw. personifizierte Verbreitung „postfaktischer Informationen“ aus.

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Die neue Frau und die Arbeiterklasse

17. September 2018

(Da mir im Augenblick nur die französische Übersetzung aus dem Jahr 1932 von Marie Bor zugänglich ist, werde ich aus dieser zitieren und ins Deutsche übersetzen.)

In ihrem Buch Die neue Frau und die Arbeiterklasse aus dem Jahr 1918 untersucht die bolschewistische Feministin Alexandra Kollontai die damals jüngste Literatur von und über Frauen.*

* In einer Fussnote (S. 35, 7) bemerkt sie, die Bücher hätten keinen grossen künstlerischen Wert. Für die literatursoziologische Untersuchung seien sie jedoch ungemein relevanter als die „künstlerischen“ Werke der Männer. Gerade den letzten Punkt gilt es festzuhalten. Doch die normative Bemerkung Kollontais ist im Grunde überflüssig oder wäre breiter zu diskutieren beziehungsweise zu problematisieren. Denn was letzten Endes nun Kunst sei oder eben nicht, war schon immer umstritten, auch in der Sowjetunion und solche Diskussionen oder Kämpfe sind immer ideologisch bestimmt, auch wenn es um die (scheinbar) gerechte Sache geht oder wenn die Ideologie kaschiert wird und nicht offen zu Tage tritt.

Anhand dieser Literatur arbeitet sie im ersten Teil den Typus der „neuen“ beziehungsweise „alleinstehenden“ Frau heraus. Diese Frau sehe nicht mehr Liebe und Mutterschaft als Mittelpunkt ihres Lebens an. Unabhängigkeit und die eigene (berufliche) Tätigkeit seien ihm wichtiger als sich an einen Mann zu binden. (more…)

Als mich der Staat adoptierte

11. August 2018

Dieser Text wurde letztes Jahr von der Feministischen Gruppe „Comadres Púrpuras“ aus Venezuela auf dem Infoportal „Frontal 27“ publiziert. Eine ehemalige Chavistin erzählt über ihre Erfahrungen als Aktivistin der „Bewegung für eine Fünfte Republik (MVR), die sich 2006 mit der Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV) zusammenschloss. Sie erkannte erst nach 19 Jahren, dass das militaristisch-chavistische/maduristische Regime nichts mit Emanzipation zu tun hat. (more…)

Es gibt kein Leben in Flaschen. Dialektik der Ausleerung

2. Juli 2018

Im Treppenhaus war ein Treiben, Kommen und Gehen, dass man davon kirre werden konnte. Besonders als emeritierter Professor der Philosophie. Überall standen Umzugkartons herum. Die Frankfurter versuchten, sich in ihrer Wohnung zu verbarrikadieren. Doch es war sinnlos. Einerseits sind die Wände zu dünn, man hörte jedes Wort der neuen WG-Nachbarn. Andererseits mussten sie, wenn die Post kam, ja doch auf dem Max-Horkheimer-Pfad einen Weg durch den Umzugkartondschungel finden, um an der Haustüre den neuesten Blauen Band der MEW in Empfang nehmen zu können, aufgeregt wie Schulkinder, die am Kiosk die neueste BRAVO kaufen.
Doch allen Widerständen des Systems, der Kulturindustrie und des totalen Verblendungszusammenhanges zum Trotz, begann sich sanft das Leben zu regen in der WG der Kritischen Theoretiker. Den Tag voller Sonnenschein und Energie begrüssend, öffnet sich vorsichtig die zarte Knospe des junggebliebenen Lebens, um sich im Genuss der Sonne, begleitet von Richard Straussens Also Sprach Zarathustra zur vollen Blüte zu entfalten. Blüten, zur Sonne, zur Freiheit!
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1968 – Konsum und Klasse

17. Mai 2018

Hier noch zwei Beiträge, auf die wir verlinken möchten, weil wir auf sie hingewiesen wurden und sie sehr spannend finden. Sie ergänzen unsere eigenen Beiträge und sind ein bisschen eloquenter als unser eigenes Gesabbel:

„Konsum und Verweigerung – Jugend in Westdeutschland“, ein Interview von Radio Corax mit Wolfgang Seidel, Drummer damals bei Ton-Steine-Scherben. O-Ton:

„Jugendlicher zu sein war ähnlich einem Strafbestand… höchst misstrauisch beäugt von Polizei und Erwachsenen…“

„In bester keynesianischer Manier beantwortete man die Frage ‚Wer soll das alles kaufen?‘ damit, dass man aus den Produzenten zugleich Konsumenten machte.“

„Purzelbäume im Handgemenge. Die 68er-Bewegung und ein sehr moderner Professor“, eine Entgegnung von Klaus Klamm im ajour Magazin auf Philipp Sarasins wackelige Thesen zu 1968 und dem Verschwinden der Arbeiterklasse. Mit Nachsicht zu geniessen, denn „der Mann ist schliesslich auch nur Professor. Als solcher kann er nicht alles wissen, auch wenn er zu allem was zu sagen hat.“

Pathetisch

21. April 2018

Ein „Danke“ wäre nicht genug.

Meine Erleichterung ist nur ein Sprung davon entfernt sich ins Unbekannte zu stürzen.

Tagelang wach und nur beim verschwinden unserer inneren Finsternis erfand ich den Tag für mich neu. (more…)