Kinder und Alte

17. April 2017 by

Sowjetische Ostern: Programm

11. April 2017 by

Sowjetische Ostern:

Idee und Programm

100 Jahre ist es her, seit Lenin seine April-Thesen in Petrograd verkündete, nachdem er von Zürich abgereist war. Als Reaktion auf die Februarrevolution in Russland, in deren Zuge der Zar abdankte und eine provisorische Regierung gebildet wurde, gingen diese Thesen weit über das hinaus, was die Bolschewiki für politisch machbar hielten. Die radikalste der Forderungen – „Alle Macht den Sowjets!“ – wurde als gefährliches Abgleiten Lenins in einen anarchistischen Wahn interpretiert. Die weiteren Entwicklungen in Russland aber bestätigten Lenins Haltung. Vier Jahre später verkündeten die rebellischen Matrosen von Kronstadt erneut die selbe Parole mit einer wesentlichen Erweiterung: „Alle Macht den Sowjets – keine Macht der Partei!“

Wir nehmen diese Sachen zum Anlass um zu lachen, nachzudenken, zu musizieren, zu diskutieren und laden euch ein, vorbei zu kommen.

– Eröffnung jeden Tag ab 17.30

– Permanente Fotoausstellung

– Gulaschkanone, solange es hat

– Freier Eintritt

Den Rest des Beitrags lesen »

April, April — Der Sowjet macht, was er will!

10. April 2017 by

Es ist wieder so weit: Ostern lümmelt vor der Türe und wir führen erneut thematische Ostern durch. Nach dem letzten Jahr und unserer Ausrichtung auf den Irischen Osteraufstand von 1916 geht es dieses Jahr um Lenins Aprilthesen, die Februarrevolution und die Dynamik zwischen Avantgarde und revolutionärer Bewegung. Zusammengebündelt als „Sowjetische Ostern“. Das ausführliche Programm findet ihr hier.

11 Freunde

5. April 2017 by

frühmorgens

31. März 2017 by

vater ging frühmorgens weg

mutter ging frühmorgens weg

grossmutter machte das mittagsessen
manchmal gingen wir auch in die kantine

damals stellte ich keine fragen
damals dachte ich

alle lebten so wie wir

ablauf

30. März 2017 by

grossmutter ist gestorben
die kindheit ist vorbei

vater ist gestorben
die jugend ist vorbei

mutter ist gestorben
jetzt fängt das alter an

Reich-Ranicki über Böll

25. März 2017 by

„Böll erweist sich als ein Meister, dessen Originalität die vollkommene Schlichtheit ist. Da hört man keine falschen Töne, da hat ma nie den Verdacht, die Natürlichkeit sei mühselig erreicht worden. Nicht künstlich produziert ist der Hauch eines gewissen Dilettantismus, der dieser salppen, so lässigen, so selbstverständlich klingenden und dabei so präzisen Diktion einen besonderen Reiz gibt. An einigen Passagen, die vor allem in den Schlusskapiteln zu finden sind, können jüngere deutsche Autoren lernen, was Prosa ohne Affektation, ohne Pose ist.“

Marcel Reich-Ranicki über Heinrich Bölls „Ansichten eines Clowns“
(in „Literatur der kleinen Schritte“, erweiterte Ausgabe 1991, S. 21)

Aben(d)teuer aus der Schule ohne Bildung

17. März 2017 by

Da ich den Konverterblog nicht zuspamen möchte, zum Beispiel mit gehaltlosen Gedanken über mediale Internetblasen zu „etablierten Künstlern“, hier etwas sinnvolleres an einem anderen Ort als Ganzes zu sehen: Der Link zu der Geschichte

Aben(d)teuer aus der Schule ohne Bildung ein Fortsetzungsroman

sob1

skandalöses gähnen

13. März 2017 by
ein kleiner skandal in österreich über diesen text:
und ich hab ihn zwar nicht fertig gelesen, weil ich fand ihn etwas fad, aber ich finde es voll wichtig, mich hier völlig konsequenzlos mit meiner meinung zu profilieren (haha ich hab ja auf fb ein profil), denn weil die böse kronezeitung da gegen diesen reisebericht geschossen hat, und die bekannteste der autorinen wurde auf fb gesperrt und das find ich toll, die haben ihr naürlich eine aufmerksamkeit geschenkt, das wünscht sich so ein junger autor über alles, da lechtz der fast genauso danach wie nach der drogenalkiklischeebiografie bzw. der abgrenzung als abstinenzler.
und das freut mich, dass diese spiessbürgerliche benimmbedrohnung via boulevard, das ist ja soooooo neu auch nicht, aber eben nicht mehr funktioniert, das ist doch schön, total irelevant was die literatur oder kunst betrifft, klar aber super, oder super oder? wenn alles kommerz ist kannst du einen autor fertig machen, und juhuu, er verkauft mehr bücher, oder kriegt mehr klicks, ich mein das ist wirklich etwas total neues und gab es so noch nie, dass jemand einen skandal macht und dann kunst verkaufen kann, und heute geht es und das find ich super, weil das heisst, nur echte freigeister haben als künstler erfolg und so soll es doch bitte auch sein, oder, aber was muss ich nun sehen?
von 3sats kulturzeit bis zu miskis videoblog oder fm4 fallen auf die märtyerästehtik voll rein und der der moralische aufschrei von ihrer seite ist riesig und zwar gegen die kronenzeitung, jawohl, deren struktursubvention wird gar nicht wahrgenommen oder geschätzt, so ein facebook nazi hätte sich doch sonst nie mit einer frau sargnagel beschäftigt, und so wird wieder alles in seine alten ordnung zu rücken versucht, was da schon lange keine platz mehr hat, weil da elektroautos stehen und bagger, grosser gelbe bagger, weiss echt jeder, und ich lese den text um welchen es geht nun WIRKLICH und konzentriere mich nicht mehr auf die funktionsweise der neuen mit den alten medien als pseudozensurdelegatoren, merke dabei aber leider eben wie fad das geschrieben ist (eine andere beschreibung dafür zu finden, bin ich wiederum zu fad und fad ist als schweizer eh nur ein ganz billige geklautes wort, weil wir haben ja nur das vom englischen eingekaufte lame, dass man im coolen zürich benutzt) und werde mich mit der einen oder den anderen zwei autorinnen, ob die nun gut sind oder nicht, net weiter beschäftigen, weil gähn. also echt jetzt. die hehren kulturbeschützer haben es mir versaut. plötzlich kein aufreger mehr sondern bloss die üblichen fronten. das kann es doch nicht sein!
für mich bleibt die bange fragen, ob ein kokainsüchtiges päärchen, wenn sie die eskimoküsse geben, ob die das dann aus echter liebe tun oder eben gerade nicht.
der beitrag ist aber so lange geworden. den könnte ich grad noch @konverter.worpdress.com veröffentlichen. oder?

meine hose (3)

1. März 2017 by

löcher
löcher
löcher
löcher
löcher
löcher
löcher
löcher
löcher
löcher
löcher !
hat meine hose
ist das nicht traurig
das arme ding so
alt geworden und mit dem alter
kommen die löcher
und
die
nähmaschine
—–
nun
lassen
wir
das
—–