Treffen und mehr

Oktober 4, 2011 von

Wir treffen uns ca. einmal wöchentlich an der Fellenbergstrasse 239 (Zürich, Station Sackzelg, Bus 67/72). Kunst, Politik und Kaffee. Interessiert? Fragen? Dann melde dich einfach bei uns: gruppekonverter [digital-genetischer-affenschwanz-bzw-dieses-anthropomorphisierte-dingens-auf-der-tastatur] gmx.ch

Lesung:
Am Donnerstag dem 6. Juni laden wir eine zur offenen Bühne. Ort: Starkart. Zeit: voraussichtlich 19 Uhr. Anschliessend Konzert. Genauere Infos folgen.

erster mai

Mai 16, 2013 von

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Wir laden zur offenen Bühne

April 30, 2013 von

konverter-tier Die Gruppe Konverter lädt ein zu einer offenen Bühne in der Galerie Starkart. Wir sind eine Kunstgruppe, deren Mitglieder sich gegenseitig ihre Werke präsentieren, um darüber zu diskutieren. Wir fotografieren, malen, zeichnen, schreiben Gedichte und Geschichten – und manchmal lesen wir aus unseren Werken vor. Und wir laden alle Interessierten ein, auch ihre eigenen Texte hervorzuholen. Aus der Schublade – auf die Bühne!

Datum: Donnerstag, 2. Mai
Zeit: 19 Uhr
Ort: Galerie Starkart (Brauerstr. 126)

Der Eintritt ist natürlich frei.

Im Anschluss, um 21 Uhr, spielt Oli Second ein Konzert im Rahmen von Jazz we’re Open.

wand

April 28, 2013 von

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aus blick

April 16, 2013 von

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nummer 24

März 27, 2013 von

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hobo

März 25, 2013 von

fluchend spuckte er einen seiner letzten zähne aus dem mund
wischte sich mit der hand über das bärtige gesicht und sprang
von der güterrampe auf den steinigen boden was er nicht hätte
tun sollen fiel er doch mit der ganzen pagage auf den arsch
verdammt
eines seiner lieblingswörter in letzter zeit zumindest seit dem
er sich wieder in dieser gegend rumtrieb und er in der nacht
irgendwo draussen auf dem harten boden schlief
ächzend stemmte er sich wieder auf die füsse spreizte seine
finger schloss sie wieder zur faust nun gut nichts gebrochen
gebrochne finger wären gar nicht gut

er zog sich die hose hoch und stapfte etwas mürrisch den weg
entlang hinter einer mauer sah er die stadt auf die er nun zu
marschierte und die ausladend am fusse des juragebirges lag
unten am see kannte er ein paar plätze die gut genug waren
um draussen zu schlafen zumindest für ein zwei nächte später
würden sicher einmal die bullen auftauchen und eine begegnung
mit ihnen wollte er vermeiden dass die ihm noch in die
quere kamen mit ihren verdammten fragen dass wollte nun er
wirklich nicht

jetzt aber wollte er sich ein wenig gemütlich machen und in
einem cafe den rest des tages vor sich hin dösen immer voraus
gesetzt das personal würde das nicht bemerken ansonsten -
es war nicht gerade sehr warm draussen und das bisschen geld
dass er noch hatte allzu weit würde das nicht reichen
aber was solls

auf der gegenüberliegenden seite standen zwei bullen vor einem
grossen schaufenster und musterten mit dem üblichen blicken
die vorübergehenden die ihren alltäglichen sorgen nachgingen
und meist einen grossen bogen um eine alte machten die mit ihrem
handwagen durch die strassen stapfte
die alte erinnerte ihn an seine eigene mutter bevor sie mit gut
fünfundneuzig jahren gestorben war die gute alte frau hatte sich
mit den jahren ein paar eigenheiten angewöhnt und die hatten sie
beide in etwas kuriose situationen gebracht

das mitgehen von zeitungen aus einem schickimicki restaurant war
noch ganz ok oder auch toilettenpapier – kein problem und das sie
nicht mehr einfach so die treppe runter steigen konnte nun das war
halt so der boss von dem laden drohte ihnen dann mit lokalverbot
was seine mutter ein wenig bedrückte ein jahr später war sie tot
lange dachte er darüber nach und blickte der alten hinterher bis
sie mit ihrem handwagen in die nächste strasse einbog und
sich seinen blicken entzog

das wars dann wohl
er war hierher gekommen um sich ein wenig in der sonne zu aalen
und gefunden hatte er nur einen weg in eine welt trüber gedanken

Mini-Sagas? Okay, dann halt…

Februar 12, 2013 von

Der Glompf lebte zurückgezogen unter einer Brücke. „Alle anderen sind glompf,“ grummelte er häufig und zog einen Fisch aus dem Wasser. Er verschluckte sich und hustete und röchelte. „Oh weh, für einen Heimlichgriff brauchts zwei: Einen der hustet und einen, der rettet.“

Der Glompf starb und Niemand nahm Kenntniss davon.

Mini-Sagas

Februar 2, 2013 von

Was ist eine Mini-Saga? Eine Mini-Saga erzählt eine Geschichte in genau fünfzig Wörtern. Der Science-Fiction-Autor Brian Aldiss erfand diese kurze Erzählform im Jahre 1982. Die folgenden drei Beispiele sind aus dem Englischen übersetzt. Die Originale stammen aus dem Buch „Mini-Sagas. An Anthology of Fifty-Words Short Stories“ (Reclams Universal-Bibliothek Nr. 9146).

 
 
Die Prinzessin im Elfenbeinturm

Fragrenzia liess ihr Haar hinunter. Der Prinz kletterte zu ihr herauf und sie machten Liebe.
Als er eingeschlafen war, schnitt sich Fragrenzia mit seinem Schwert den Zopf ab, band diesen am Bettpfosten fest und seilte sich ab.
Sie ritt auf des Prinzen Ross davon, ihr kurzes Haar tanzte im Wind.

Sally Crammond („The Princess in the Ivory Tower“, in: Mini-Sagas, S. 54)
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gedanken

November 28, 2012 von

sie fallen mir
einfach vor die füsse

kullern weiter die
strasse entlang

meistens überqueren
sie aus dummheit eine

kreuzung die einen
werden dann platt

gewalzt die anderen
verschwinden in

einem gulli mitten
auf der strasse

das war s

grübelnd steh ich da
und versuch mir ein

paar neue zu machen
ja ja

zombie dance

November 27, 2012 von

Arise from your graves….

kommt hoch, all ihr Zombies, all ihr erdbedeckten Wesen.

Es ist Nacht, kommt alle, kommt tanzen.
Komme all das Düstere, das lauernd wartet, das sich tief versteckt hält, das so tief wie nichts anderes verschüttet wurde. Tief verborgen, tief vergraben.

Feuchtes Erdreich noch in der Kehle, das sich ausstöhnt, das nach Leben giert, im Modder, den der Regen hinterlassen hat, als er an euch vorbei zog, wie das Leben an euch vorbei gezogen ist, euch hinter sich gelassen hat…

kommt hoch, und seid Spiegel.
Eure leeren Augenhöhlen, die die Würmer einfrassen,
eure klappernden Knochen, an denen das Fleisch träge hängt…
kommt, seid Spiegel, seid Wahrheit.

Wir wissen erst, was das Licht ist, wenn wir aus der Dunkelheit tauchen, und umgekehrt: Euer Leben ist vorbei, wer weiss mehr als jene, die die Schwelle überschritten, die unter die Erde sich verkrochen, um eines Tages wieder hervor zu kriechen?

Modder seid ihr, feuchte Erde, wie sie an euch klebt.
Wurmzerfressen
Dumpf und still, wie die Erde,
die unter jedem Schritt leicht einsinkt.
Elementgeboren: Aus der Erde
geschöpfte Wesen
Dreck seid ihr
dem Leben entzogen
kommt
kommt, und kehrt zurück
ich will eure toten Lippen küssen und den Hauch spüren, den Hauch von drüben.
Es steckt mehr Leben drin als in jenen
die sich lebend nennen.

Zeigt mir das Leben, selbst wenn es in
grässlicher Gestalt wie eurer
todumarmend ist
wurmzerfressen,
elementgeboren

Bringt mir das Stöhnen bei, den Seufzer nach Leben
in kalten Nächten


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