Autor-Archiv

Donnerstagsgeflüster: Rauch und Napalm

29. Dezember 2017

Jacques Brel, das ist immer so eine lauernde Sehnsucht…

– Ich glaube mit diesem Tabak kommt das Rauchen teurer.
– Wieso?
– Weil ich mehr rauche.
– Das ist eine Rechnung.

„Wenn in unserer Zeit etwas helfen soll, so ist es Gewalt. […] Man wirft den jungen Leuten den Gebrauch der Gewalt vor. Sind wir denn aber nicht in einem ewigen Gewaltzustand?“ (Büchner, Briefe an die Familie, um den 6. April 1833)

Es geht um den Punkt, an dem Sisyphos merkt, dass man ihm einen Stein auf die Schultern gelegt hat.

„Zur Gewalt seine Zuflucht zu nehmen Scheint böse. Aber da, was ständig geübt wird, Gewalt ist Ist es nichts Besonderes.“ (Brecht, Der Kommunismus ist das Mittlere)

– Wald, wieso gehen wir immmer in den Wald?
– Weil es ein Gewaltfilm ist…

– Wie wärs mit einer Themenparty?
– Was für ein Thema?
– Neues Jahr?
– Nee, nicht im ernst.
– Tropenstorm?
– Was zieht man da an?
– Äh…
– Napalm über Vietnam…

Wir saufen uns wieder jung!
Sauft ihr euch jung, ich sauf mich glücklich.

Kunst in a nutshell: people were either bored or horny (or both)

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[Montagsgedanken] Glosse: Warum ich Roger Federer hasse

11. Dezember 2017

„Ich wünschte, ich würde mich für Tennis interessieren“ – Tocotronic

Ich kann mit Tennis überhaupt nichts anfangen. In mir lauert dieses Vorurteil, es handle sich dabei um einen Bonzensport. Englische stiff-upper-lip Typen, Jingos, die sich im Club sportlich betätigen, nachdem sie ihre Arbeiter entlassen haben. Manager-Yuppies, die geschniegelt weiss verkleidet Jugendlichkeit und Unschuld demonstrieren möchten. Perlweisse Zähne. Schwiegersöhne, Kinder besserer Eltern, die auf dem Tennisplatz posieren, während am Rand ein Butler mit einem Silbertablett steht, auf dem eisgekühlte Limonade aus Kristallkaraffen eingeschenkt wird.

Obwohl ich mich null für Tennis interessiere, will ich hier etwas loswerden: Warum ich einen tiefen, aufrecht empfundenen Hass gegenüber Roger Federer empfinde, obwohl ich noch nie ein Tennisspiel gesehen habe.
Ja, für einmal gehen die Montagsgedanken ins glossenhafte.

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Tote Ösis oisgrab’n

27. November 2017

+++ Diese Woche Ösi-Gastbesuch in der Konverter Garage +++ Mozartkugeln zum halben Preis nach Vernunreinigungsverdacht mit Appenzeller Käse +++ Babyhitler droht der Ostschweiz +++ Falco am Paradeplatz +++ „Schweiz ist Humorentwicklungsland“ +++ Österreich droht Newsticker: „Warum sind dort immer drei Schweizer Kreuze!?“ +++

Jänu.

„Tote Ösis ausgraben“. Diese Woche. Ab Mittwoch. Täglich Programm.

18-20 Uhr – Austria Sitcom

Ab 20 Uhr – Veranstaltungen.

Mi 29.11. Geschichten und bösartige Märli aus Innsbruck, Tirol und der ganzen Welt. Gesammelt von Saile Klein in Comic und Kurzgeschichten

Do 30.11. Ein künstlerisches Abendessen mit T. Bernhard-Braten exhumiert von P. Hinüberbini plus normaler Konverterabend der offenen Werkstatt

Fr. 1.12. Brenner Nacht mit allen 4 Verfilmungen der Krimis von Wolf Haas. Schnodrig kommentiert von Georg „el composantero“ Schenker

Sa.2.12 Traditioneller Liederabend des Todes mit SALZ. Analoges Karaoke zu Austria Hits.

Donnerstagsgeflüster

23. November 2017

Unkommentierter Brunz. Messages, die an hohle Wände klopfen, das Geräusch von trockenem Aluminium und der Gestank von beissendem Rauch. Das alles ist für Niemanden gedacht, für Niemanden formuliert, nur Bruchstücke eines Abends, an dem man seine eigene Instanz ist und man Niemandem Rechenschaft schuldet.

To be continued… every feckin‘ thursday from 6 pm at Garage Konverter…

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– Jour Fixe, des ist doch bloss e politische Entschuldigung zum Saufen.
– Immerhin ist es eine politische Entschuldigung, um zu saufen.
– Ich brauch keine Entschuldigung zum Saufen.

– Sag mal was ist das für ne Musik, das klingt…
– Nightwish.
– Klingt wie was, zu dem Engel masturbieren.

– Am Ende landet man immer bei Brüsten.

– Wie, krank? Hat sie den Vibrator zu lange drinnen gelassen?
– Boaaah!
– Pfui!

– Sie raucht Pfeife, er hat seinen Frieden.

– Wie lange bist du noch Zürcher?
– Wie, wird er aus der Stadt gejagt?
– Nein, er zieht um.
– Noch zwei Monate.

– Tanzend und singend in diesen kalten Nächten…
– wollen wir keine Spatzen.

– Meine Eltern haben früher immer die alten Teebeutel getrocknet und den Missionaren in Afrika geschickt.
– Im Ernst?
– Ich weiss nicht, aber die Geschichte ist gut.
– Stell dir vor, getrocknete alte Teebeutel, Pakete voll damit.
– Der Gesichtsausdruck von Father Jeremias, wie er es öffnet.
– „Hallelujah! Der Tee ist da!“
– Priester haben es halt mit getrockneten, keksgrossen Sachen…

Up Against! – Veranstaltungswoche 9.-14.Oktober

9. Oktober 2017

Es ist so weit, Up Against! beginnt diese Woche.

Es gibt viele interessante Veranstaltungen: Diskussionen, Offene Bühnen, Theaterproben und -aufführungen, Performances, Screenings, Workshops. Das Programm ausführlich zu beschreiben, dafür fehlt uns hier die Zeit. Das komplette Programm (wird ständig aktualisiert) findet sich online hier. Am Einfachsten ist es: Einfach vorbei zu kommen.

Wir möchten hier noch die Sachen genauer auflisten, die wir in der Garage (Fellenbergstrasse 239 in Zürich, Station „Sackzelg“) durchführen werden. Wir haben Programm am Dienstagabend, Mittwochnachmittag und -abend sowie am Freitagnachmittag.

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Remember, remember, the Revolutionsständer

5. Oktober 2017

Perlen des Urbanismus

22. September 2017

Hipstertum: Wenn der Schrebergarten zum Strebergarten wird.

Weisheiten des 21. Distrikts

21. September 2017

Wer unter 30 ist und nicht Anarchist, hat kein Herz.

Wer über 30 ist und nicht Anarchist, hat auch kein Hirn.

Up Against! Benefit Rave

14. September 2017

Büchertisch mit anschliessendem Rave. Come for the literature, stay for the disco… (oder: Lieber Autorennen als Autoren). Wir sind weissgottnich diejenigen, die dazu aufrufen, sich bei ner Party die Hucke zu zu saufen (dafür feiern wir lieber wöchentlich 100 Jahre Donnerstag, harr-harr…) und sich in einer feucht-fröhlichen Menschenmenge locker-flockich dem Vergessen der Arbeitswoche und kathartischer Verdrängung hinzugeben. Aber wir machen gerne mal eine Ausnahme.

Hucke Hucke Huckepack, saufen, tanzen, zack-zack-zack! (all inclusive techno?)

Es ist eine Soliparty für die Veranstaltungswoche „Up Against!“ im Oktober. (dazu hier mehr)

Morgen Freitag, 15. September, Koch-Areal/ Blaues Haus (Rautistr.22), Info/Screening/Bar ab 22 Uhr, dj ab 00 Uhr.

Der entsprechende Text zur Soliparty:

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[Oktober 8. bis 14.] Up Against!

14. September 2017

[Dies ist ein allgemeiner Veranstaltungshinweis, es werden noch weitere Infos folgen… reserviert euch die Woche. Und falls ihr Interesse habt, mitzumachen, meldet euch]

UP AGAINST!

Anarchistische und künstlerische Prozesse, Veranstaltungen im Oktober:
Vom 8. bis 14. Oktober wird die autonom organisierte Veranstaltungswoche UP AGAINST! in Zürich stattfinden. Die Idee dabei ist, dass es kein festgesetztes Programm gibt, sondern mit eigenen Beiträgen, Veranstaltungen, Aktionen oder sonstigen Experimenten das Programm ergänzt und vervielfältigt werden kann. Gerne könnt ihr euch auch unseren wöchentlichen Treffen zur Vorbereitung anschließen.

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