Archiv für September 2009

Beton, 7. Szene (Kinski vs. Brecht)

September 21, 2009

Den Kritischen wird häufig empfohlen, das Land doch zu verlassen, „wenn es dir hier nicht gefällt.“ Als ob es so einfach wäre.

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Mr.Block wird verletzt

September 13, 2009

Hier mal wieder was von Ernest Riebe. In Zeiten der Krise heisst es: Bloss nicht hetzen lassen! Wer jetzt zu schnell arbeitet, kriegt von der IWW was auf die Mütze. Hehe.stachanowD

Sprach also Zarathustra? Teil 2

September 11, 2009

Zersetzt, zerfetzt, für sich gelassen. Dunkelheit beisst in ihn von hinten rein.

Der Narr lacht darüber. „Keine Sorge, keine Sorge, Kinder. Diese Worte werden niemanden verletzen. Es schaden euch, diese Worte: Nicht. – Hört, hört zu, eurer Verwirrung werde ich mächtig und werde sie zu Brei verwandeln.“

Er spuckte aus und seine Spucke war grüner Eiter.

Allem was da kriecht erklingt nur eines: Mit den kriechenden Gliedern können die oben nicht zittern. Die wunden Kniescheiben reiben sich ab, doch die Macht wird grösser wo sie gross ist.

Allem was da rennt erklingt nur eines: Das Rennen ist sinnlos.

Tief verhangen ist der Nebel. Er frisst uns auf. Im Dunst. Unser eigener Atem atmet. Wir atmen uns aus. Wir atmen Seele, der Nebel holt sie heraus. Wir atmen den letzten Funken aus.

Es überstehen: Sich selbst verleugnen. Aber nicht glücklich dabei. Am Ende sein. Am Ende: Am Ende sein.

Gleichgültigkeit gilt nicht mehr, dann rettet auch Gemütlichkeit nicht mehr.

In der grünen Spucke nur eines: Eure Gefühle sind nicht mehr wichtig, denn ihr fühlt noch nach dem alten Muster. Retortenentstammte Liebe, eure Leidenschaft in Konserven.

Beton, 6. Szene (Parabel der Affen)

September 6, 2009

Das Affengleichnis fande ich immer stark. Selbstverständlich existiert es bereits in verschiedentlicher Form und kursiert auch im Netz. Aber seine Stärke hat es noch nicht verloren.

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Beton, 5. Szene

September 2, 2009

Jetzt wird in guter Manier gesungen, oder sprech-gesungen. Haltungen werden ausgetauscht, etcetera. Mahagony ist der Name der Stadt bei Brecht, in der alles erlaubt ist, ausser: Kein Geld zu haben. Darauf steht die Todesstrafe. Als wir es damals inszenierten, haben wir das „Mahagonylied“, das die Arbeiter beim Weggang singen, mit dem Deutschlandlied kombiniert. Klingt ziemlich nach Selbstbedienung im Supermarkt, oder?

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