Aufbäumen

By albrechtfueller

Lust, was einzuschlagen.

Der Verstand bäumt auf -

der Sack.

Jeder Gedanke wie ein Messerstich.

Jedes Wort: Ein Abbröckeln von Seele.

Therapie wäre: Den Steinbruch zu schliessen und den Zwangsarbeiter nach Hause zu schicken.

Eine Explosion wie nur aus Feuer, verbrennend und bloss Gerippe hinterlassend. Die Augenhöhlen sind eingebrannt und leer – der Blick ist leer, der Verstand ist leer.

Atmen, bis der Arzt kommt.

Der Regen verdampft, aber der Zorn erlöscht nicht.

Das ist ein Hitze ausschleuderndes Ding, das sich Körper nennt. Das sich wälzt durch die Strassen, auf der Suche nach Kühlung.

Erhitzt findet Rauch einen Ausgang. Die Linderung ist gering, Zigaretten machen Zittern.

Das schwurbelt sich empor – mühsam – eine Krönung von „Wahnsinn“.

Dem Gelächter ist entgegen zu stellen: Grimm.

Den Atem niedrig halten. Lunge anhalten. Den Zorn ersticken. Danach den Atem ziehen lassen.

Der Kopf wird schwer.

Alles Aufbäumen bleibt wirr und ohne Ziel.

Eine Antwort zu „Aufbäumen“

  1. simonknopf sagt:

    Erste Gedanken von mir dazu: Mir fällt gerade auf, dass die letzte Zeile vom ganzen Gedicht unterstützt zu sein scheint. Die Bilder, die du beschreibst, sind kurz, fragmentarisch und teils wirklich beinahe „wirr“. Mir gefällt die 2te Hälfte des Gedichtes sehr gut. Kann zu Beginn mit „der Sack“ nicht wirklich was anfangen.

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