Archiv für Mai 2008

„Asche im Schnaps“, 7. Szene

Mai 28, 2008

Der Leichnam spricht zu den „einfältigen Dorfbewohnern“ und eröffnet seine Pläne. Bei Schnaps wird die Zivilisation erläutert.

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Der Klavierkünstler

Mai 22, 2008

Der Saal war riesig, aber bis hin zu den hintersten Rängen besetzt. Ausverkauft! Die Leute flüsterten und tuschelten miteinander und man hätte wohl ein gewaltiges Gemurmel hören können, wäre der Raum akustisch nicht so konstruiert gewesen, dass er jedes Geräusch aus dem Publikum schluckt, bevor es die Vorführung stören kann; allerdings würde jeder einzelne Zuhörer, auch wenn er ganz hinten in der letzten Reihe neben dem Eingang sässe, selbst den leisesten Ton mitbekommen, der von der Bühne käme. Aber der Vorhang war noch immer unten, das Publikum wurde zunehmend unruhig. Die Verspätung von inzwischen einer Viertelstunde war doch etwas ungewöhnlich, in diesen Hallen ging es ansonsten pünktlicher zu Werke.
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„Asche im Schnaps“ 6. Szene

Mai 18, 2008

So, jetzt gehts endlich ab ins AKW. Strahlung und so Zeug. Chrrr… und Spuck. Blut und Eiter, das wird heiter. Uns erwartet eine psychologische Sitzung zwischen Mensch und Maschine und ein kichernder, brillentragender Wissenschaftler (Wissenschaftler tragen immer Brillen. Punkt.)

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schnee

Mai 16, 2008

schnee lag
auf dem dach eines
schneepflugs…

…und sonst nirgends!

verwirbelt folgte
flocke um flocke,
der wind trug sie

vom carbongrauen himmel

und setzte sie
aufs dach
des schneepflugs

welcher somit
überflüssig war.

Februar 2008

„Asche im Schnaps“ 5. Szene

Mai 15, 2008

Die 5. Szene ist da: Jaltan und der Geier treffen auf Paule, hauptberuflich Strassenputzer (im Zivilstand Lampenputzer), Le Philosophe und ein wenig verwirrt. Aber so ist das, wenn die Sonne einem auf die Glatze prallt.

(Dazu noch ein Bild von Simon Marsden, meinem Lieblingsfotograf)

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„Asche im Schnaps“ 4. Szene

Mai 1, 2008

Jaltan und der Geier zogen weiter, von der Leiche fort. Sie geraten an ein kleines Häuschen kurz vor dem anvisierten Dorf. Ich liebe diese Szene. Koll ist besoffen. Der ist so besoffen, dass er es selber gar nicht mehr weiss. Er würde sich besoffen fühlen wenn er keinen Alkohol mehr in sich hätte. Aber so ist das manchmal: Das Leben kann die Wirkung entfalten, es wäre selber bloss ein Rausch. Mal ehrlich, so wie das Leben sich darstellt kann man getrost sagen: „Ne, das stimmt nicht. Das ist gar nicht so. Ich muss wohl besoffen sein.“ Man fange bei sich selber an und erschiesse den Nachbarn. Schaut nur rüber in Nachbars Garten. Koll wartet auf euch.

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