Archiv für April 2008

The Pickening

April 27, 2008

Der Wind trieb nebst gelbem und braunem Laub einen geöffneten, herrenlosen Schirm über den kleinen Markplatz; Klaus liess ihn vorbeiziehen, ehe er an den Stand für gebratene Kastanien heran trat.
„Scheisswetter heute, was?“, grüsste Bruno, um daraufhin lautstark in sein Taschentuch zu schnäuzen, während Klaus die Auslage prüfenden Blicken unterzog. Eine weitere Böe wehte über den Platz. Leute zogen die Köpfe ein und vergruben ihre Hände in den Taschen. Wenigstens kein Nieselregen mehr. Klaus liess sich eine Tüte Kastanien geben.
Er kopfnickte zu einem leeren Verkaufsstand neben dem von Bruno. „Sag mal, wo ist Sepp abgeblieben?“
„Weiss nicht, war gestern schon nicht hier.“
„Ja, hab ich geseh’n. Ich wollte eigentlich Eier fürs Frühstück…“
Die beiden wurden von der fetten Hilda unterbrochen. Während Bruno ihr eine Tüte gab und sie daraufhin wieder von dannen wankte, meinte Klaus: „Wir sollten vielleicht mal vorbeischauen bei ihm. Ich hab gestern Abend bei ihm angerufen, wegen dem Pokerspiel; hat sich keiner nicht gemeldet.“
„Hm, komisch. Naja. Um fünf ist hier Schluss, dann fahren wir mal raus. Kann ich gleich meinen Rasenmäher wieder mitnehmen.“
„Oh, okay.“
„Gut.“

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„Asche im Schnaps“ 3. Szene

April 27, 2008

Eine kleine Zwischensequenz, in der der Geier sich dem Pistolero offenbart. So macht man sich Freunde.

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Kerouac’s Country?

April 27, 2008

We reached
this once promised land,
epitome of the
everything free at hand.
„The Spirit of America“
prancing on our number plate,
we took off.

On the dashboard,
Jack of Spades.
The madness
of gas had caught us!

Ploughing through
the country,
road signs
bringing us to places
where we become unstoppable,
driven by a hunger
for rusty-jalopy-littered
backwaters.
Frenzy of the road.
Kerouac, Thompson,
the American Dream
dictates my thoughts.

On the road,
Gun-rack-pickup-Americans rule,
where hackneyed
flag-waving patriotism
is all over the place.

A penetrating warmth
and the endless
green hills of Vermont
flow into our car,
where the prayer for
the transmission to hold
is our only religion.

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„Asche im Schnaps“, 2. Szene

April 26, 2008

In der zweiten Szene geraten der Geier und der Leichnam aneinander. Wir erinnern uns an den alten Cthulhu: „Das ist nicht tot, das ewig schläft.“ Auf hier bezogen müsste man sagen: „Das ist nicht tot, das der Geier nicht frisst.“ So ist das halt. Und eine Kugel in den Rücken. „Peng“/“ARGH.“

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„Asche im Schnaps“ 1. Szene

April 23, 2008

Der Anfang: Asche im Schnaps ist ein postnukleares Theaterstück. Leicht und seicht. Unterhaltsam und nachdenklich.

Ladies and Gentlemen: Sehen Sie sich selbst, sehen Sie Ihren Nachbarn: Der atomare Krieg hat Ihnen die Hirne verbraten. Sehen Sie was übrig geblieben ist.

Wir haben, in der Hauptrolle, Jaltan, schiesswütiger Pistolero, wortkarg und grimmig. Der letzte Mann auf Erden, dessen Maschine noch mit Testosteron funktioniert. Dann, der Geier: Epischer Erzähler, gackernder Kompagnon, kommentierender Gefährte. Ein Freund, der die Wahrheit sagt. Als Gegenspieler dieser beiden: Der Leichnam, ein Zombie, ein Untoter. In seinem letzten Leben war er Projektmanager. In seinem untoten Leben ist er das ebenfalls. Er ist nicht hübsch anzusehen, darum muss er kompensieren. Er will den Kapitalismus wieder einführen („Geht das?“/“Das MUSS gehen!“).

Desweiteren treten noch auf: Koll, Feinripp-Hemd-Träger und Prolet der letzten Stunde; seine Frau, Marta, Giftpanscherin und Quotenausländerin; Paule, ein Philosoph mit Besen; der Maschinist, Typus verrückter Wissenschaftler mit Reagenzglas und Hammer sowie seine Jukebox und treueste Anhängerin, die Maschine (ein Pentiumflittchen, wenn man so will).

Nun: Viel Spass.

Wüste…

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Willkommen!

April 22, 2008

Der Konverter ist ein Künstlerkollektiv, in dessen Rahmen die Mitglieder sich gegenseitig ihre Werke präsentieren und darüber diskutieren. Mit einer Zeitschrift und diesem Blog wollen wir zudem an die hoffentlich wohlmeinende Öffentlichkeit gehen. Wir sind mal gespannt, wie sich das entwickelt!

Der Konverter